Gemeinsam oder einsam?

Ein schöner Schnappschuss aus unserem Portugalurlaub vor ein paar Jahren - aber gerade top aktuell, ist doch Portugal ab heute wieder zum Virusvariantengebiet ausgerufen und die Frage Gemeinsam oder einsam?, war in der ein oder anderen Situation in den letzten Monaten sicher nicht selten, ob gemeinsame Feste oder die Frage nach dem Homeoffice oder auch nur der gemütliche Abend zu Hause...

Aber eigentlich möchte ich nicht über das C-Thema schreiben, sondern über das Lebensmotiv "Beziehung", unser Bedürfnis nach Gemeinschaft und sozialen Kontakten. Die Intensität dieses Bedürfnisses ist bei uns Menschen ganz individuell ausgeprägt und das wahrscheinlich schon von Geburt an oder zumindest seit der Kindheit.

Im Alltag macht sich unsere Ausprägung des Beziehungsmotivs oft eher unbewusst bemerkbar:

Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die schon Tage vor der Einladung zu einer Feier mit vielen Gästen ein leichtes Magenkrummen verspüren und sich irgendwie nicht so richtig freuen können, obwohl du den Gastgeber sehr schätzt und magst und natürlich auch dabei sein willst.  Gleichzeitig diskutierst du schon seit Wochen mit dem Partner, Freunden oder der Familie über den nächsten Urlaub. Mit dem Gedanken an eine Gruppenreise kannst du dich genauso wenig anfreunden wie mit dem Ferienhaus für 10 Personen oder einem Cluburlaub. Der Haussegen hängt so langsam schief und dein Wunsch nach einem "ruhigen" Urlaub abseits von jedem Getümmel stößt auf absolutes Unverständnis in deinem Umfeld. Auch der bevorstehende Umzug deiner Firma ins neue Bürogebäude mit modernen Großraumbüros lässt dich schon seit einigen Wochen nicht mehr so gut schlafen.

Ganz anders vielleicht dein Partner, der Urlaub gerne mit vielen Leuten verbringt und sich freut, endlich auch neue Leute kennen zu lernen und gemeinsame Aktivitäten zu planen. Das ist aus deiner Sicht ganz schön stressig und auf keinen Fall dein Ding! Auch klagst du häufig über die vielen Termine und Einladungen am Wochenende, was für andere Entspannung bedeutet, ist für dich persönlich super anstrengend und belastend. Du weißt auch nicht warum dich das Thema immer mehr nervt und sich eine allgemeine Unzufriedenheit breit macht.

Du selbst würdest deiner Tochter, die ihr Studium beginnen will, sicher das ruhige Studentenzimmer empfehlen, während dein Partner eine WG perfekt findet...
Und die Tochter? - Die versteht vielleicht die ganze Aufregung nicht, weil Sie eigentlich ein Studium am Ort beginnen will, dann muss sie nicht ausziehen. ???? Das wäre aber ein anderes Motiv!

Ich habe das sicher etwas extrem geschildert und die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Treffen aber Menschen mit sehr extremen Bedürfnissen aufeinander und versuchen sich zu arrangieren, bleibt oft einer auf der Strecke und es kommt zu handfesten Konflikten und nicht selten zu körperlichen Stress-Symptomen. Zumal wenn wir unsere "Inneren Antreiber" nicht kennen. Die Kenntnis der eigenen Motive und die der anderen verhilft zu mehr Verständnis und Rücksichtnahme und die Beteiligten finden dann oft sehr kreative Lösungen, ihre eigenen Motive im Alltag so leben zu können, dass das zu mehr Zufriedenheit für jeden einzelnen führt.

Wenn du also das nächste Mal nach Hause kommst und die Bude ist voll...dann springt dir dein umsichtiger Partner bestimmt zur Seite: "Hallo Schatz, kannst Du bitte zuerst kurz noch....? "Mit einem entspannten und dankbaren Lächeln im Gesicht und einem freundlichen Hallo in Richtung Besuch, ziehst du dann  einfach weiter, genießt die Ruhe und freust dich auf die Zeit, wenn die Gäste später weg sind...:-) Noch besser: Die anderen kennen dich, nehmen dir die kleine "Flucht" erst mal nicht übel und ihr könnt gemeinsam über dein Beziehungs-Motiv MINUS lachen.

So ist es übrigens bei uns zwischen meinem Mann und meiner Tochter:-)

Wie (er)lebst du dein Beziehungs-Motiv?
Wie zeigt sich dieses Motiv in deinem Umfeld?


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